Stellen Sie sich vor, Sie müssen eine Prüfung ablegen, ein Konfliktgespräch führen oder Sie wollen einen Heiratsantrag machen. So unterschiedlich die Situationen sind: Gemeinsam haben sie, dass nicht klar ist, wie diese Begegnungen ausgehen werden. Es gibt aber auch Situationen, da steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir mit offenen Armen empfangen werden. Der Grund: Wir wissen uns geliebt! Der Klassiker dafür ist das Date des frisch verliebten Paares. Beliebt ist der Besuch bei Verwandten zum Beispiel zum Weihnachtsfest und fast genauso aufregend kann die Heimkehr nach einer längeren Dienstreise sein. Die Frage ist: Wie ist das bei Gott? Welche Art von Situation wäre eine bevorstehende Begegnung mit ihm? Ist es unklar, wie eine Begegnung mit ihm ausgehen würde oder weiß ich mich mit offenen Armen empfangen, weil ich geliebt bin? Als Christ weiß ich sofort, wie ich darauf antworten würde. Jesus ist nämlich Gottes Sohn und der sagt uns zu (Jahreslosung 2022):

»Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.«

Das gilt, wenn ein Mensch das erste Mal zu Jesus kommt und eine ganze Menge an Schuld und Scham mitbringt. Und das gilt auch, wenn ein Mensch schon längst zu Jesus gehört. Und das gilt nicht nur im Blick auf unsere Fehler. Wir trauern, sind überlastet, wissen nicht weiter… Auch hier gilt seine Zusage. Bei ihm ist immer eine gute Adresse. Er schickt niemanden fort und er ist auch nicht mit uns und unserem Leben überfordert. Er hält mit uns zusammen unsere Not aus und wechselt nicht die Straßenseite, wenn er uns sieht. Die Erfahrung vieler menschen bestätigt: Jesus empfängt mit offenen Armen. Bei ihm finden wir Annahme, die unsere Vorstellung übersteigt und die tiefer geht als wir denken. Die Einladung steht. 2022 haben wir wieder 365 Tage Zeit, um herauszufinden, ob es stimmt. Das kann aber nur jeder selber tun.

Ihr Pfarrer Jörg Matthies

Motiv Jahreslosung: Stefanie Bahlinger  ©Verlag am Birnbach