Jesus Christus spricht: Wie der Vater mich gesandt hat,

so sende ich euch. Johannes 20,21

2018 ist ein Jahr für Fußballfans. Im Juni und Juli messen sich die besten Mann­schaften der Welt und ermitteln ihren Meister. Wir freuen uns auf elegante Spielzüge und spektakuläre Tore.

Fußball macht aber nicht nur Spaß und ist schön anzusehen. Man kann von einem Fußballspiel vieles für unsere Kirchgemeinden lernen. Das Wichtigs­te: Jede Fußballmannschaft hat einen Auftrag. Dieser verbindet die Mann­schaft. Alles, was sie tun, ist darauf gerichtet. Der Auftrag lautet schlicht: Dieses Spiel wollen wir gewinnen. Dazu müssen wir mehr Tore schießen als die andere Mannschaft.

Genauso hat auch jede Kirchge­meinde einen Auftrag, der uns verbin­det. Der Auftrag ist nicht selbst gewählt, sondern uns von höchster Stelle gege­ben. Jesus sendet uns so, wie ihn der Vater gesandt hat.

Wozu wurde Jesus gesandt? Jesus ist gekommen, um zu suchen und zu ret­ten was verloren ist, so sagt es die Bi­bel. Wir als Christen und als christliche Gemeinden sind in diese Sendung mit hineingenommen. So sagt es der aufer­standene Jesus. Alles, was wir tun, soll auf diesen Auftrag bezogen sein. Also jede Predigt, jedes Musikstück, jeder Choral aber auch jede Sitzung des Kir­chenvorstandes, jede Entscheidung der Gemeindeverwaltung, jedes Treffen der Jungen Gemeinde, jede Entscheidung über künftige Strukturen… soll darauf bezogen sein.

Noch mal Fußball: Keine Mannschaft macht elegante Spielzüge, nur weil es schön aussieht. Sie üben ihr Zusam­menspiel, weil sie Tore schießen und gewinnen wollen. Genauso wenig gibt es die Gemeinde nur deswegen, damit sie einen guten Eindruck hinterlässt.

Unser Auftrag ist wichtiger als Tore zu schießen. Deswegen sollte jede Ge­meinde und auch jeder Christ sich von Zeit zu Zeit fragen, ob der Auftrag noch im Mittelpunkt steht oder ob er an den Rand gedrängt wird. Vielleicht gibt uns ja die Fußball-WM 2018 dazu den An­stoß.

Ihr Pfarrer Jörg Matthies