„Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt,

bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. (1. Joh. 4,16)“

 Andacht zum Monatsspruch August

Der Sommer beschert uns nicht nur sonnige Tage. Sondern es ist auch Ern­tezeit: die Früchte an den Sträuchern, das Getreide auf den Feldern, die Äpfel an den Bäumen zeigen uns das deut­lich. Dieser Kreislauf von Wachsen und Gedeihen ist bestaunenswert. Wir helfen natürlich gärtnerisch ein wenig nach: wir sähen, gießen, düngen und grubbern die Beete. Doch schließlich können wir nur hoffen, dass die Saat aufgeht und reichlich Früchte trägt.

In vielen Gesangbuchliedern wird dieses Wachsen und Gedeihen besun­gen. Darin kommt die Freude zum Aus­druck, dass wir von der Natur reichlich beschenkt werden. Auch die Hoffnung, dass das Wetter bei alledem mitspielt. Vor allem aber der Dank an Gott, dass er für uns sorgt.

An Gottes Schöpfung können wir aber weitaus mehr erkennen, als die Früchte in Gärten und auf Feldern. Gott zeigt uns damit die Liebe zu den Men­schen. Gott sorgt für uns, wie ein Vater für seine Kinder sorgt. In seiner Liebe schenkt er uns, was wir zum Leben brauchen.

Im Monatsspruch für August wird es nochmal auf den Punkt gebracht: Gott ist Liebe. Er sieht uns Menschen liebe­voll an. Doch nicht nur, dass er für uns mit seiner Schöpfung sorgt. Seine Liebe können wir erfahren, wenn wir mit ihm im Leben unterwegs sind – in schönen Momenten genauso wie in schweren Zeiten. Ein gutes Gefühl, dass Gott uns liebevoll begleitet.

Doch manchmal kommen Zweifel auf und es fällt schwer, die Liebe Gottes so ohne weiteres zu erkennen. Ähnlich wie in der Natur, wenn die Saat zunächst nicht so richtig aufgehen will. Doch wir können Hoffnung haben, in der Liebe bleiben, wie uns im 1. Johannesbrief ans Herz gelegt wird. In der Liebe bleiben, heißt Vertrauen haben, dass Gott für uns da ist und für uns sorgt.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie den Sommer genießen können. Ganz gleich, ob Sie auf Reisen sind oder im Garten die Sommerzeit verbringen. Denn in solchen Tagen können wir über Gottes Schöpfung besonders staunen. Doch vor allem seine Liebe in alledem erken­nen. Eine Liebe, die nicht vergeht. Son­dern eine Liebe, die in uns bleibt und uns Lebensfreude schenkt.

Ihr Pfarrer Jadatz