Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.

Jesaja 50,10 – Monatsspruch Dezember

Das Friedenslicht von Bethlehem geht in diesen Tagen auf Reisen. Seit über 30 Jahren wird es in der Geburtskirche von einem »Friedenslichtkind« entzündet und anschließend mit dem Flugzeug zu uns gebracht. Am 3. Advent kann es jeder in den zentralen Friedenslicht-Gottesdiensten mit einer Laterne abholen und in die Gemeinden oder Häuser bringen. Auch in Roßwein wird in den letzten Adventstagen und über die Weihnachtszeit das Friedenslicht in der Kirche und im Pfarrhaus leuchten.

Ich erinnere mich, dass uns vor zwei Jahren trotz mehrfacher »Sicherheitskerzen« das Friedenslicht komplett ausging. So war eine Autofahrt nach Glauchau vonnöten, um es hier wieder leuchten zu lassen.

Was tun, wenn das Licht nicht mehr leuchtet? Beim Friedenslicht vor zwei Jahren war das mit nur etwas Aufwand zu beheben. Aber wie ist das, wenn das Licht in mir nicht mehr leuchtet? Wenn ich nicht mehr für das brenne, was mir im Leben sonst so wichtig ist? Wenn ich mich ausgebrannt fühle, weil die Aufgaben überhand nehmen? Wenn ich nicht mehr Lebensfreude ausstrahle, weil mich Sorgen quälen?

Im Monatsspruch für Dezember legt uns der Prophet Jesaja dafür eine Hilfe ans Herz. Wenn ich innerliches Dunkel verspüre, soll ich einfach Gott vertrauen. Einfach? Ja, ganz einfach: Denn ich kann meine Sorgen jederzeit im Gebet vor Gott bringen und ihn um Hilfe bitten. Und ich kann Gott danken, für die vielen kleinen Lichter, die in mir trotz alledem leuchten.

Für die Advents- und Weihnachtszeit wünsche ich Ihnen die wohltuenden Lichtblicke – in den Gottesdiensten, in den Adventskonzerten, im adventlichen Zusammensein in der Familie, mit Freunden und Bekannten oder wo auch sonst Sie die Advents- und Weihnachtszeit am liebsten verbringen.

Und diese Lichtblicke können Sie gern noch ein wenig untermalen. Holen Sie sich doch einfach das Friedenslicht vom Roßweiner Pfarrhaus oder nach dem Gottesdienst ab. Und tragen Sie es in Ihre Häuser oder machen Sie anderen damit eine Freude.

Ihr Pfarrer Heiko Jadatz