Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

1. Korinther 3,11
(Spruch zum Reformationsfest)

Wir besitzen eine DVD mit dem bezeichnenden Titel: Geschenkt ist noch zu teuer. Dieser Film ist eine Komödie mit folgender Story: Ein Mann und eine Frau sind auf der Suche nach einem Haus oder einer Wohnung. In New York ist das extrem schwierig. Etwas außerhalb der Stadt finden sie aber ein scheinbar günstiges Angebot.

Sie kaufen das Haus für einen Spottpreis. Aber das Traumhaus ist ein Albtraum. Alles Mögliche geht auf jede nur denkbare Weise kaputt. Also müssen die Handwerker ran. Aber Handwerker sind rar in New York. Doch es gelingt mit viel Zeit und viel Aufwand an Nerven und Geld, das Haus wieder richtig schön und bewohnbar zu machen.

Als nach anstrengenden Wochen die Arbeit getan ist, sagt ein Handwerker folgenden Satz: »Das war kein leichter Job. Aber das Fundament war gut. Und wenn das Fundament gut ist, lässt sich alles andere wieder in Ordnung bringen.«

Der Film ist zwar bloß eine Komödie. Aber dieser Satz ist wahr. Das Fundament ist wichtig. Man sieht es zwar nicht. Aber wenn es nicht gut ist, dann kann das darauf gebaute Haus noch so schön und stabil aussehen: Ein schönes Haus mit schlechtem Fundament ist wie ein Baum ohne Wurzeln. Ein Unwetter reicht und es kann einstürzen. Aber wenn das Fundament gut ist, dann kann vieles repariert werden. Und es hält nicht nur bis zum nächstenSturm.

Genauso ist das auch bei unserem Leben. Wir brauchen ein Fundament, das den Stürmen des Lebens standhält. Wenn unser Lebensfundament nicht stabil ist, dann kann unser Lebenshaus leicht ein- stürzen. Wenn das Lebensfundament nicht stabil ist, dann ist geradezu gefährlich darauf sein Leben zu bauen. Eine Hütte auf einem guten Fundament ist sicherer als ein Traumhaus auf Sand.

Jörg Matthies

Stellen Sie sich vor, Sie müssen eine Prüfung ablegen, ein Konfliktgespräch führen oder Sie wollen einen Heiratsantrag machen. So unterschiedlich die Situationen sind: Gemeinsam haben sie, dass nicht klar ist, wie diese Begegnungen ausgehen werden. Es gibt aber auch Situationen, da steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir mit offenen Armen empfangen werden. Der Grund: Wir wissen uns geliebt! Der Klassiker dafür ist das Date des frisch verliebten Paares. Beliebt ist der Besuch bei Verwandten zum Beispiel zum Weihnachtsfest und fast genauso aufregend kann die Heimkehr nach einer längeren Dienstreise sein. Die Frage ist: Wie ist das bei Gott? Welche Art von Situation wäre eine bevorstehende Begegnung mit ihm? Ist es unklar, wie eine Begegnung mit ihm ausgehen würde oder weiß ich mich mit offenen Armen empfangen, weil ich geliebt bin? Als Christ weiß ich sofort, wie ich darauf antworten würde. Jesus ist nämlich Gottes Sohn und der sagt uns zu (Jahreslosung 2022):

»Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.«

Das gilt, wenn ein Mensch das erste Mal zu Jesus kommt und eine ganze Menge an Schuld und Scham mitbringt. Und das gilt auch, wenn ein Mensch schon längst zu Jesus gehört. Und das gilt nicht nur im Blick auf unsere Fehler. Wir trauern, sind überlastet, wissen nicht weiter… Auch hier gilt seine Zusage. Bei ihm ist immer eine gute Adresse. Er schickt niemanden fort und er ist auch nicht mit uns und unserem Leben überfordert. Er hält mit uns zusammen unsere Not aus und wechselt nicht die Straßenseite, wenn er uns sieht. Die Erfahrung vieler menschen bestätigt: Jesus empfängt mit offenen Armen. Bei ihm finden wir Annahme, die unsere Vorstellung übersteigt und die tiefer geht als wir denken. Die Einladung steht. 2022 haben wir wieder 365 Tage Zeit, um herauszufinden, ob es stimmt. Das kann aber nur jeder selber tun.

Ihr Pfarrer Jörg Matthies

Motiv Jahreslosung: Stefanie Bahlinger  ©Verlag am Birnbach