Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.
5. Mose 6,5 – Monatsspruch Januar 2026
Dieser Satz aus dem Alten Testament hat eine sehr hohe Bedeutung. Jesus Christus bezeichnet ihn als das höchste Gebot zusammen mit dem Gebot der Nächstenliebe und auch der Liebe zu sich selber. Aber worum geht es?
Im christlichen Glauben geht es nicht um einen fernen Gott. Er zeigt uns sein Herz. Und wir öffnen ihm unser Herz und auch alles andere. Und diese Liebe ist auch der Grund und die Kraft für die Liebe zum Nächsten und zu sich selber.
Es gibt vieles, worüber man in diesem Zusammenhang nachdenken könnte, zum Beispiel wo und wie diese Liebe zu Gott im Alltag konkret wird. Oder was Qualitätszeit mit Gott konkret bedeutet.
Ich möchte an einer anderen Stelle weiterdenken. Und zwar: Was bedeutet die Liebe zu Gott für unsere Gemeinschaft zum Beispiel im Gottesdienst? Irgendwie hat Gottesdienst ja auch mit der Liebe zu Gott zu tun.
Und ich glaube, wichtiger als die eigenen Befindlichkeiten ist die Liebe zu Gott.
Es gibt vieles, über das man sich im Gottesdienst ärgern kann. Zum Beispiel, dass die eigenen Lieblingslieder so selten gespielt werden oder was auch immer. Und sicher ist mancher Ärger auch nicht unberechtigt.
Und trotzdem behaupte ich: Die Gemeinschaft mit denen zu meiden, die auch Gott lieben, dass muss schon einen wirklich wichtigen Grund haben. Und das sollte man nicht leichtfertig tun.
Gott zu lieben mit allem, was wir sind und haben, das macht etwas mit uns selber, mit unserer Sicht auf unsere Mitmenschen und auch mit unserem Miteinander in der Gemeinde.
Insgesamt gilt: Gott zu lieben ist etwas Schönes. Es macht uns selber schön und strahlt auf alles andere. Und es macht diese Welt und auch unsere Gemeinden zu einem besseren Ort. Amen.
Pfarrer Jörg Matthies
Foto: AungMyo / AdobeStock


